LandesarbeitsgemeinschaftNeonazismus und Rassismus
Interventionsmöglichkeiten durch das Training
für demokratische Kompetenzen
Das Experiment "Der erste Eindruck" – Eine BeschÄftigung mit eigenen Vorurteilen und Stereotypen
Gemeinsame Erarbeitung
"Speerspitze der Gesellschaft" – Struktureller Rassismus in Deutschland
Forumtheater ist eine Variation des „Theater der Unterdrückten“ nach Augusto Boal. Augusto Boal kommt aus Brasilien und hat das Theater der Unterdrückten ab 1971 in Argentinien im Exil entwickelt, um Probleme von unterprivilegierten Schichten aufzugreifen und soziale Veränderungen anzuregen.
Das Theater wird initiiert, damit die Menschen im Spiel eine Verwandlung vom passiven Objekt in bestimmten Strukturen oder Prozessen zum aktiven Subjekt erlebt. Im Schonraum Bühne können Alternativen zur einengenden Alltagsrealität ausgelotet werden.
Die Trennung von SchauspielerInnen und ZuschauerInnen wird aufgehoben, so dass das Publikum auf der Bühne Ideen und Veränderungsvorschläge für den dargestellten Konflikt selbst erproben kann. Die sogenannten ZuschaupielerInnen werden für die Zeit des Forumtheaters aktiv und gestalten die Szene mit ihren Aktionen.
Ende der 1970er Jahre ging Boal nach Europa. Er hatte bisher das Ziel, Formen von politischer und sozialer Unterdrückung sichtbar und bewusst zu machen und kollektive Handlungsperspektiven gegenüber diesen Missständen zu entwickeln. In Europa wurde er häufig mit subtilen Unterdrückungsformen konfrontiert, z.B. Einsamkeit, Selbstzerstörung, Kontaktängste. Also differenzierte sich seine Theaterarbeit und sie wurde als Anstoß des „Lernens über sich selbst“ verstanden.
Literatur: