Landesarbeitsgemeinschaft
politisch-kulturelle Bildung
Sachsen e.V.
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Rassismuskritische Organisationsentwicklung

Rassismuskritische Organisationsentwicklung ist ein aktiver Veränderungsprozess, der die gleichberechtigte Partizipation aller Menschen in der Migrationsgesellschaft an den Angeboten und Leistungen einer Organisation oder Institution zum Ziel hat.

Was ist Migrationsgesellschaftliche Öffnung?

Den Prozess rassismuskritischer, diversitätsorientierter Organisationsentwicklung hat die Öffnung von Organisationen und Institutionen in der Migrationsgesellschaft zum Ziel, wofür wir den Begriff »Migrationsgesellschaftliche Öffnung« verwenden.

Migrationsgesellschaftliche Öffnung hat das Ziel, die Inanspruchnahme von Angeboten und Leistungen der jeweiligen Organisation oder Institution auch jenen Menschen zu ermöglichen, denen dies bisher nicht oder nur eingeschränkt möglich ist. Dazu werden alle Ebenen – Organisationsstruktur, Organisationskultur und Einstellungsebene – analysiert und Zugangsbarrieren identifiziert. Um diese abzubauen, werden Veränderungsbedarfe formuliert, kurz-, mittel- und langfristige Ziele und daraus resultierende Maßnahmen entwickelt. Eine stetige Zielüberprüfung unterstützt die Umsetzung der geplanten Maßnahmen. Zur Sicherung der Kontinuität und Fachlichkeit halten wir die Begleitung des Prozesses durch externe Expert*innen erforderlich.

Anders, als es beispielsweise unter dem Titel »Interkulturelle Öffnung« firmierende Ansätze nahe legen, richtet sich das Augenmerk dabei nicht nur auf die Anerkennung und Berücksichtigung bestimmter kultureller Aspekte. Vielmehr bildet die Betrachtung der Gesamtheit der Ausschluss- und Ungleichheitsverhältnisse in der Migrationsgesellschaft die Grundlage, die eigene Organisationsstruktur und -kultur machtkritisch und reflexiv zu betrachten. Hierbei ist ein Schwerpunkt, verschiedene Lebensrealitäten und -umstände, welche aus den Ungleichverhältnissen resultieren, wahrzunehmen und in der eigenen Organisationsstruktur und -kultur zu beachten.

Derzeit haben wir keine finanziellen Ressourcen um Organisationsentwicklungen durchzuführen. Zukünftig wollen wir dieses Thema wieder bedienen.

Kontakt

partizipation@pokubi-sachsen.de